Artikel Spinning vs. Unique Content

Beinahe Kopie oder einzigartiges Original?

Beinahe-Kopie oder einzigartiges Original ? © bagal / pixelio.de

Wer sich mit Onlinemarketing und Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, dem sind Unique Content und Artikel Spinning keine Fremdbegriffe. Als freie Texterin sind mir natürlich einzigartige Inhalte am Liebsten. Eine Zeit lang war aber auch das Artikel Spinning sehr beliebt. Jedoch empfehle ich es persönlich nicht, um suchmaschinenoptimierte Texte noch einmal auf Variante „Realoded“ zu verwenden.

Seit Google das Panda Update letztes Jahr durchführte, ist klar, dass die Qualität der Texte entscheidend ist. Aber erreicht man auch eine solche Qualität mit gespinnten Texten? Nicht wirklich. Also sollte man es lieber lassen und sein Zeit dem einzigartigen Texten zuwenden. Wer selbst keine Zeit dazu hat, kann ja eine freundliche freie Texterin – wie mich zum Beispiel 🙂 – dazu beauftragen.

 

Was ist Artikel Spinning?

Grundsätzlich redet man beim Artikel Spinning von einem Original-Text, der auf verschiedene Arten verändert und damit zu unterschiedlich vielen Artikel geformt wird. Das nenne ich eine Arbeitserleichterung. Auf diese Weise entstehen verschiedene Versionen eines Original-Textes, die teilweise in der Wortwahl verschieden sind, aber im Kern, gleich sind. Oftmals wird dazu spezielle Software verwendet, die den Spinning-Prozess automatisch erledigt. Durchaus gibt es gute Software im Netz, die das Leseerlebnis nicht stark beeinträchtigen.

Aber auf die Dauer kommen auch Ihre Leser dahinter, ob ein Text von Ihnen selbst stammt oder doch Artikel Spinning betrieben wurde. Besonders kam diese Technik bisher gerne beim Linkbuilding zum Einsatz. Beispielsweise beim Artikeltausch oder zur Veröffentlichung in möglichst vielen Artikelverzeichnissen. Bei Blogtexten wird aber der Unterschied besonders schnell klar, da ein Blog vor allem durch die Themenvielfalt und die persönliche Note des Bloggers lebt.

Spintax und Funktionsweise beim Artikel Spinning

Synonyme Worte (Antonyme) und Satzteile werden genutzt, um Duplicate Content zu produzieren. Um die Synonyme zu kennzeichnen, wird die Spintax angewandt, die aus drei Teilen besteht: dem öffnenden Spin Tag und dem separierenden Spin Tag sowie dem schließenden Spin Tag.

Im öffnenden Spin Tag werden die Synonyme eingetragen, die durch den separierenden Spin Tag wieder getrennt werden. Dabei kann eine beliebige Zeichenkette angewandt werden, die mit dem schließenden Spin Tag umschlossen wird.

Zum Beispiel zeigt der Satz alle drei Formen:

Heute finden wir (das Gras/die Wiese) sehr (schön, wunderbar anzusehen, anschaulich) im Gegensatz zu gestern.

Artikel Spinning als Mittel zur Suchmaschinenoptimierung

Seit Panda ist man in diesem Zug aber vorsichtiger geworden. Für gute SEO-Texte, die aber nicht danach klingen, sondern auch Mehrwert für den Nutzer bieten, ist das worauf auch Google immer mehr wert legt. Trotz der Keywords, die zur Suchmaschinenoptimierung in Texten Anwendung finden, um die Auffindbarkeit im Netz und das eigene Ranking zu erhöhen, steht der Leser immer noch an erster Stelle. Manchmal kann es auch vorkommen, dass nur sehr wenige Keywords Platz finden, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen.

Das heißt vor allem, dass der Text nicht mit den gleichen oder ähnlichen Keywords überladen werden sollte. Im Internet habe ich schon Texte gesehen oder auch Aufträge erhalten, in denen ich in 200 Wörtern 20 Mal dasselbe Wort einbringen sollte. Da kann ich hin und her schreiben, es sieht am Ende einfach nicht mehr lesbar aus.

Texte schreiben, wie man sie gerne selbst lesen möchte

Inzwischen sind Artikel Spinning Programme besser geworden, aber dennoch schaffen sie immer noch nicht die Natürlichkeit, die man selbst erwarten würde, wenn man einen Text liest. Egal, welche Webseite Sie auch haben – sei es eine Firmenwebseite oder ein Blog – es geht niemals nur um den Content, zur Generierung von Backlinks oder schlichtweg um einfach einen Artikel veröffentlicht zu haben.

Google ist in dieser Hinsicht ohnehin schon schlauer geworden, dazu gehört auch das Erkennen von Artikel Spinning. Eine Zeit lang wird es vielleicht noch klappen, aber irgendwann stehen Sie dann vor der Situation, dass Google Ihren Content nicht mehr in den Index aufnehmen will, weil zu sehr „rumgespinnt“ wurde.

Das Spinning benötigte ohnehin schon sehr viel Zeit, selbst wenn Sie die Synonyme selbst bestimmen. Das mag die „Verschleiherungstaktik“ noch etwas länger aufrecht erhalten können, aber trotzdem wird es Sie am Ende mehr Zeit kosten, als wenn Sie die Texte einzeln selbst schreiben würden.

Print Friendly