Aus dem Schema der fixen „Arbeitszeiten“ ausbrechen

In unserer Gesellschaft sehen wir uns oftmals mit zwei Gruppen im Arbeitsleben konfrontiert. Als Angestellter folgt man, dem festgelegten Plan, von 8 bis 17 Uhr, zu arbeiten (Schichtarbeiter schließe ich hierzu aus – sonst wird es zu kompliziert). Als Selbstständiger oder Freiberufler folgt man meist dem gleichen Schema, vor allem wenn die Tätigkeit darin gekoppelt ist, persönliche Termine beim Kunden wahrzunehmen.

Als freie Texterin – aber auch in anderen freien und kreativen Berufen – sieht die Angelegenheit schon etwas anders aus. Denn in den „kreativen Berufen“ ist nicht immer so, dass man sich an einen Schreibtisch setzt und schon fließen die künstlerischen Musen. Die „Arbeit“ kann nicht immer im gleichen Zeitschema erledigt werden, wie es ein Arbeitnehmer tun würde.

Nutzen Sie Ihre besonders produktiven Zeiten zu Ihrem Vorteil und setzen Sie klare Regeln!

Wenn man als Texter, Journalist oder auch Autor, beispielsweise sein Geld verdient, können die produktiven Zeiten, in denen man seine Texte schreibt oder Artikel verfasst, in einem völlig anderen Zeitschema erfolgen. Natürlich gibt es auch Texter und Journalisten, die tagsüber am Besten schreiben, aber zu dieser Kategorie gehöre ich nicht.

Meine Kreativität im Artikel schreiben fließt zu den Abend- und Nachtstunden. Das ist aber auch nichts Falsches. Denn umso schneller können Aufgaben erledigt und Texte geschrieben werden, wenn man sich eine Zeit wählt, zu der man am Produktivsten ist. Arbeitet man vorwiegend Zuhause, wo mitunter auch andere Familienmitglieder wohnen, könnte dies, zu Beginn, vielleicht zu Diskussionen führen.

Denn nicht jeder Mensch wählt den Schritt in die Selbstständigkeit. Eingefahrene Verhaltensweisen und Muster der „Mitbewohner“ können an der Verständnisbereitschaft hindern. Daher ist es wichtig, dass man klare Regeln festlegt, wann genau die „Arbeitszeiten“ sind, sozusagen, wann eine Störung unterlassen werden sollte oder wann man für persönliche Gespräche „ansprechbar“ ist.

To-Do Listen können helfen, aber setzen Sie auch Prioritäten

Zu Beginn der Selbstständigkeit kann es, für den Einen oder Anderen, etwas schwierig sein, aus dem bisherig erlernten Arbeitsschema herauszubrechen. Dabei kann es helfen, wenn man sich einen Zeitplan legt, wann ungefähr welche Aufgaben erledigt werden und wann die Zeiten zum Schreiben oder wann die Kernzeit für die kreativen Tätigkeiten festgelegt sein sollten. Verplanen Sie aber nicht komplett Ihre Arbeitszeit, sondern verplanen Sie nur etwa 60 % Ihrer Zeit. Legen Sie auch nicht zu viele Aufgaben fest, sodass Sie nicht am Ende des Tages feststellen müssen, gewisse Tätigkeiten nicht geschafft zu haben.

Sollte dies doch einmal der Fall sein, kann es helfen, Prioritäten zu setzen. Am Besten ist es, wenn Sie am Abend vorher, eine To-Do Liste erstellen, was am nächsten Tag alles erledigt werden sollte und priorisieren Sie die Aufgaben in einzelne Stufen. Das „Wichtigste“, aber nicht das „Dringendste“ erledigen Sie zuerst, alles andere erledigen Sie nacheinander – je nach Prioritätsstufe, die Sie im Einzelnen festgelegt haben.

Während sie das „Wichtige“ erledigen, lassen Sie sich auf keinen Fall von irgendwelchen Störfaktoren ablenken. Schließen Sie, wenn nötig, die Tür, lassen Sie sich auch nicht von -E-Mail-Benachrichtigungen auf Ihrem Bildschirm ablenken. Wenn Sie nicht unbedingt das Internet benötigen, um Ihrer kreativen Arbeit nachzugehen, schalten Sie auch dieses ab. Die Welt kommt auch einmal ein paar Stunden ohne Sie aus.

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