Feste Zeiten, ohne Wenn und Aber …

Arbeitsplatz - Home Office oder externes Büro

Arbeitsplatz – Home Office oder externes Büro © Jorma Bork / pixelio.de

Als Angestellter hat man schon ein schweres Los zu tragen. Täglich schleppt man sich aus dem Haus, stresst sich beim Autofahren, landet sogar in einem Stau und kommt dann gehetzt im Büro an. Mittlerweile ist es aber nicht mehr zwingend notwendig, sich in ein externes Büro zu begeben. Sondern man kann inzwischen auch von Zuhause aus arbeiten.

In vielen Brachen existieren flexible Arbeitszeitmodelle und mit der modernen Technologie kann der Arbeitsplatz sich genauso dort befinden, wo man gerade ist. Das kann im eigenen Zuhause oder sogar auf einer tropischen Insel sein. Denn für viele Arbeiten braucht es nur einen Laptop mit Internetanschluss und ggf. ein Telefon.

Besonders in der IT-Branche und unter Freelancern ist das beliebt, aber nicht jeder denkt so. Viele Menschen brauchen die offensichtliche Trennung, damit die Arbeit, Arbeit sein kann und die Freizeit genug gewürdigt wird. Auch Zeit für die Familie und sportliche Aktivitäten will gefunden werden.

Getrenntes Büro oder Home-Office?

Auch wenn die tägliche Fahrt ins Büro in Stress ausarten kann, der nicht einmal mit der funktionalen Arbeit zu tun hat, brauchen viele Menschen genau diese Fahrt, um sich mental auf den Büroalltag einzustellen. Mit einem externen Büro-Arbeitsplatz ist eine Trennung von privat zu Geschäftlichem sehr leicht möglich. Doch ist das heute wirklich noch so? Viele Angestellte checken abends noch Ihre Emails oder nehmen sich Arbeit nach Hause mit, um noch einige Aufgaben zu erledigen, zu denen sie entweder nicht die Zeit und Ruhe, gefunden haben oder ein dringendes Projekt will vorbereitet werden. Aber ein richtiger Feierabend ist das auch nicht.
Im Home-Office kann ein ähnliches Zeitschema in Kraft treten. Man setzt sich feste Zeiten für das Tagesgeschäft und arbeitet an seinen Projekten, wobei niemand anderes im Raum ist oder einem ablenken kann. So müsste es zumindest ablaufen. Aber das ist es auch nicht immer. Denn das Telefon klingelt auch im Home-Office – es sei denn, man schaltet dieses ab, wenn man sich gerade in seiner besonders kreativen Phase befindet.  Darüber hinaus können auch private Ablenkungen entstehen, entweder durch Emails, soziale Netzwerke oder Gespräche mit der Familie.
Anders wiederum können Notsituationen nicht sofort behoben werden, sondern erfordern wesentlich mehr Aufwand. Manchmal braucht man kurzfristig die Meinung eines Mitarbeiters, aber hat nicht gleich Zugriff auf diesen, wenn er in einem Home-Office arbeitet. Treten derartige Situationen vermehrt auf, ist ein externes Büro, indem sich alle Mitarbeiter zusammenfinden, sinnvoller.

Jeder Tag beginnt von Neuem

Für beide Modelle gibt es Vor- und Nachteile. Im Grunde kommt es darauf an, mit welchem Arbeitszeitmodell Sie selbst am Besten zurechtkommen. Jeder Tag beginnt von Neuem und sollte auch als solcher betrachtet werden. Auch wenn die Zeit zu verfliegen scheint, so ist es am Optimalsten, wenn Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, immer eine Aufgabe nach der anderen erledigen, aber sich auch, an ein festes Zeitschema halten.

Wenn Sie beispielsweise im Home-Office bestimmte Aufgaben an einem Tag erledigen wollen, dann konzentrieren Sie sich zuerst auf diese Aufgaben – auch, wenn es manchmal schwer fallen mag und verschiedenen Ablenkungen sehr verlockend sind. Ermahnen Sie sich selbst dazu, diszipliniert durchzuhalten. Aber verplanen Sie nicht zu viel Ihrer Zeit, denn kurze Pausen braucht es trotzdem.
Privates und die eigene Gesundheit dürfen nicht darunter leiden. Auch wenn die Arbeit wichtig ist, sei es, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und man den Anforderungen gerecht werden möchte, so sollte dennoch Zeit bleiben, um richtig zu leben und nicht nur zu arbeiten.
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