Jeder Texter hat hin und wieder eine Schreibblockade …

Schreibblockade überwinden

Schreibblockade überwinden © FindYourSearch / Foter / CC BY-SA

Wir haben sie nicht gerne, weil sie uns daran hindern, unsere Zeit sinnvoll zu nutzen, dennoch kann man sie hin und wieder nicht vermeiden. Einem Texter kann eine Schreibblockade schon einmal widerfahren. Und der Abgabetermin drängt natürlich dann genauso. Aber zur Kreativität kann man sich nicht zwingen. Mehr noch sollte man dies auch nicht tun. Besonders dann werden die Texte nämlich die reinste Katastrophe.

 

 

 

 

Geben Sie der Verzweiflung nicht so viel Macht!

Ja, der Auftrag drängt, aber wenn Sie sich jetzt dazu zwingen, Worte aufs Papier zu bringen, haben Sie am Ende sicherlich mehr Arbeit, als Sie es sich vielleicht denken. Stellen Sie sich dazu Ihr Gehirn wie einen Schwamm vor: Natürlich können Sie versuchen, jedes Tröpfchen Kreativität herauszupressen, aber Ihre Texte macht es nicht unbedingt besser, wenn die Schreibblockade einem heimgesucht hat. Im Gegenteil: Sie mühen sich ab, der Artikel oder Text wird aber höchstens mittelmäßig.

Was also tun? Gönnen Sie sich eine Pause, gehen Sie eine Runde spazieren, schauen Sie eine Runde fern oder lesen Sie ein Buch, das gerade überhaupt nichts mit Ihrem Thema, über das Sie schreiben sollen, zu tun hat.

Mitunter kann Ihre Pause nur eine halbe Stunde dauern, mehrere Stunden oder sogar ein paar Tage. Ja, Sie haben richtig gehört. Auch über Tage hinweg kann eine Schreibblockade anhalten. Es lässt sich nicht vorhersagen, wie lange eine solche Phase dauert. Erzwingen Sie aber nach wie vor nichts, sondern akzeptieren Sie dies und versuchen Sie bewusst davon abzuschalten, um die eigenen Reserven wieder aufzutanken.

Auch können Sie folgende Tipps einsetzen, um Ihre Schreibblockade zu überwinden:

  • Wechseln Sie die Umgebung: Als Texter schreibt man gewöhnlich im Home-Office, in der eigenen Wohnung oder im Haus. Wenn Ihnen aufgrund Ihrer Schreibblockade die Decke auf dem Kopf fällt, wechseln Sie die Szenerie. Achten Sie aber darauf, dass Sie die notwendige Ruhe genießen können, um sich auf das Texte schreiben zu konzentrieren.
  • Stecken Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Auch gibt es nicht den perfekten Text. Wenn Ihnen jeder formulierte Satz als schrecklich und und unpassend erscheint, erinnern Sie sich nochmals daran, für wen und warum Sie den Artikel oder Text schreiben. Auch überarbeiten Sie diesen erst nach der Schreibarbeit, wo Sie sich Zeit für den Feinschliff nehmen. Schreiben Sie lieber so, wie es Ihnen gerade in den Sinn kommt, und stellen sie es zunächst nicht infrage. Danach bleibt immer noch Zeit für Korrekturen und das Lektorat.
  • Gehen Sie „fremd“: Lesen Sie in anderen Blogs, Online-Zeitungen und -Magazinen zu Ihrem gewählten Thema und prüfen Sie dadurch, wie andere Texter, Autoren und Journalisten den Einstieg und die Ausarbeitung eines Themas gewählt haben. Kopieren Sie aber keine Texte, sondern bedienen Sie sich fremder Texte lediglich als Anstoß für Ihre eigenen Artikel.
  • Ein guter Text basiert auf einer umfassenden Recherche: Gerade wenn man sich in ein Thema einarbeitet, dass nicht das eigene Spezialgebiet darstellt, fällt es besonders schwer, die richtigen Worte zu finden. Man sitzt vor dem Bildschirm mit einer Schreibblockade, weil man sich schlichtweg nicht umfassend genug informiert hat, um seine eigenen Worte sicher zu Papier zu bringen. Recherchieren Sie also noch ein wenig mehr und versuchen Sie dann, Ihren Text zu verfassen.
  • Zu viele Gedanken hindern, legen Sie eine Struktur fest: Insbesondere bei komplexen und langen Texten ist es sehr hilfreich, zunächst eine Gliederung zu erstellen und sich einen Plan zu machen, welche Aspekte zu welchem Zeitpunkt in Ihrem Artikel, Ebook oder sonstigen Text angesprochen werden sollten. Legen Sie in Stichpunkten fest, was Sie vermitteln möchten und schreiben Sie sich auf, welche Zwischenüberschriften Ihnen dabei einfallen. Notieren Sie sich auch bereits einige ausformulierte Sätze, wenn Ihnen diese bei der Planerstellung in den Sinn kommen. Schreiben Sie alles auf, was Ihnen zu Ihrem Thema einfällt.
  • Headline und Beginn zum Schluss: Der Anfang oder Einstieg eines Artikels ist meist das Schwerste. Aber hat niemand gesagt, dass man sich diese sofort einfallen lassen muss. Denn mit der Headline fangen Ihre Besucher zum Lesen an, entscheiden, ob sich das Weiterlesen lohnt. Daher sind diese und auch die ersten Sätze die entschiedensten Elemente eines Artikels – egal für welches Medium. Beginnen Sie also in der Mitte. Wenn Sie sich eine Gliederung für Ihren Artikel erstellt haben, lässt sich das sehr einfach gestalten. Oder Sie beginnen mit einem ersten Ansatz und formulieren dann zum Schluss den Anfang noch einmal neu.
  • Schreiben Sie Artikel nicht am gleichen Tag fertig: Den Schreibfluss zu erhalten, ist für Texter sehr wichtig. Aber mit dem Fertigstellen eines Artikels kommt erneut die Frage auf: Womit mache ich weiter? Oder: Wie fange ich meinen nächsten Artikel oder Text an? Es ist wesentlich leichter, sich in einen Text und seinen Schreibfluss einzufinden, wenn Sie Ihren Text nicht am gleichen Tag zu Ende schreiben, sondern diesen für den nächsten Tag „mitnehmen“ und dann fertig schreiben. Auf diese Weise nutzen Sie den Schreibfluss vom Vortag.
  • Wer regelmäßig schreibt, kann nicht anders: Das Schreiben von Artikeln, Blogbeiträgen oder anderen Texten fällt mit der Beständigkeit und Kontinuität immer leichter. Auch bleiben dann die Schreibblockaden häufiger aus, da die Routine zum Schreiben bereits vorhanden ist. Schreibt man beispielsweise nur an zwei Tagen in der Woche, entzieht man sich bereits der Kontinuität. Nimmt man sich aber jeden Tag mindestens eine Stunde dafür Zeit, hat man bessere Chance, nicht einer Schreibblockade zu verfallen.

Setzen Sie andere Möglichkeiten ein, um einer Schreibblockade zu entkommen? Welche sind diese? Teilen Sie diese doch mit den Lesern dieses Blogs.

Bildquelle: FindYourSearch / Foter / CC BY-SA

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Ein Gedanke zu “Jeder Texter hat hin und wieder eine Schreibblockade …

  1. Carsten Todt

    Die Schreibblocke kann den Tod des Texter-Alltags bedeuten. Bei kleinen Problemen lassen sich einige Kreativ-Techniken anwenden. Diese retten meist aus der Blockade. Ansonsten ist eine Blockade aber auch ein Verdienst-Ausfall.