Für Kreativität muss die entsprechende Umgebung geschaffen werden

Nicht nur als Texterin, sondern auch in vielen anderen Berufen ist Kreativität gefragt. Doch wenn man sie braucht, heißt das nicht, dass sie auch jederzeit bereit ist. Erzwingen sollte man Kreativität auch nicht. Ich habe beispielsweise bestimmte Zeiten am Tag, wo ich am Besten und Effektivsten schreiben kann. Da kann es schon mal vorkommen, dass es mich plötzlich packt und ich gar nicht mehr aufhören kann zu schreiben – selbst wenn ich die gewünschte Wortanzahl schon erreicht habe. (Aber das hängt auch vom Thema ab, zu diesem ich dann schreiben „darf“.)

Auch mit vielen selbst festgelegten Bedingungen kann die Kreativität begünstigt werden. Das beginnt bereits mit der Gestaltung des Umfelds am Arbeitsplatz!

Machen sie es sich bequem und lassen Sie Ihre Persönlichkeit sprechen

Natürlich schreibe auch ich am Besten, wenn ich es bequem habe und mein Arbeitsplatz optimal gestaltet ist. Wenn man sich sein kreatives Büro einrichtet, gehört ein komfortabler Bürostuhl dazu. Wichtig dabei ist, dass Sie auf diesem lange sitzen können, sie sich beim Sitzen wohlfühlen, aber auch ein bewegtes Sitzen gegeben ist.

Sorgen Sie auf Ihrem Schreibtisch für eine ausreichend große Arbeitsfläche. Effektives Arbeiten ist nur möglich, wenn Ihnen auch der entsprechende Platz zur Verfügung steht. Vielleicht müssen Sie viel zeichnen oder etwas skizzieren, ein Mindmap aufmalen, um Ihre kreative Ader in Gang zu bringen.

Achten Sie auch auf eine angenehme Raumtemperatur, die Sie bestenfalls an Ihrem Arbeitsplatz individuell Ihren Bedürfnissen anpassen können. Auch abgestandene Luft kann sich als ein Hindernis herausstellen, wenn sie Ihre Kreativität wecken möchten. Lüften Sie also regelmäßig den Raum.

Die richtigen Einfälle kommen manchmal sogar dann, wenn man es nicht erwartet: Gönnen Sie sich zwischendurch Pausen von ein paar Minuten, wobei Sie sich ans offene Fenster stellen und tief durchatmen – ähnlich einer Meditation. Dies kann wahrliche Wunder wirken – glauben Sie mir!

Nicht nur als Selbstständiger, sondern auch als Angestellter in – beispielsweise einem Großraum oder einem Teil-Büro – sollten Sie genau vermitteln, zu wem Ihr Arbeitsplatz gehört. Schmücken Sie Ihren Arbeitsplatz mit Bildern von Ihrer Familie und geben Sie Ihren Kollegen klar zu verstehen, dass Sie sich nach einem bestimmten Muster ordnen – schließlich soll Ihnen kein Anderer Ihre gewohnte Ordnung durcheinanderbringen oder Ihnen hier reinreden. So fühlen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz heimisch, was wiederum Ihr kreatives Denken begünstigen kann.

Schmücken Sie Ihre Umgebung mit Kunst und holen Sie sich Motivationsposter!

Jeder Mensch verbindet mit kreativen Gegenständen positive und negative Emotionen. Suchen Sie nach Motivationsmöglichkeiten, die Sie sich, entweder an Ihre Pinnwand hängen oder – bei Bedarf – immer wieder aus Ihrer Schublade hervorholen. Immer wieder brauchen wir Dinge, die uns wieder einen Ruck geben, uns daran erinnern, wofür das Ganze getan wird. Sich selbst mit Sprüchen, Gedichten, Gemälden oder selbst entwickelten Mantras, zu motivieren, kann Ihnen, während Ihres beruflichen Alltags, den nötigen Enthusiasmus geben und als Quelle der Inspiration dienen. Halten Sie sich dabei Ihre festgelegten Ziele immer vor Augen!

Auch wenn viele Menschen – auch Kreative – gerne in einem Chaos leben und arbeiten, so ist es von Vorteil, wenn man sich zumindest eine gewisse Grundordnung schafft. Unordnung oder ein Chaos kann sehr wohl auch Ihr kreatives Denken behindern oder sie gar von den wirklich wichtigen Dingen ablenken – die üblichen Geistesblitze bleiben dann leider aus!

Auch wenn es schwerfällt: Räumen Sie Ihren Arbeitsplatz in regelmäßigen Abständen auf. Das kommt Ihnen auf jeden Fall nur zugute. Sie können dann nicht nur behaupten, dass Sie – neben all dem Arbeiten – auch noch zum Aufräumen gekommen sind, sondern haben wesentlich mehr Freiraum, um sich kreativ vollends zu entfalten. Selbst wenn Sie manchmal nur einen kleinen Teil Ihres Schreibtisches aufräumen, weil es zeitlich nicht anders klappt, so kann dieser kleine Schritt, Ihre Kreativität bereits positiv beeinflussen.

Notieren Sie all Ihre Geistesblitze und nutzen Sie Pausen!

Selbst wenn wir nicht arbeiten, so kommen uns – hin und wieder – alle möglichen Einfälle und Denkanstöße, die einem während der Arbeitszeit nicht einfallen wollen. Machen Sie es sich zur Regel, diese Einfälle sofort festzuhalten – auf einem Notizblock oder mithilfe eines Diktiergerätes. Kreative Ideen oder Gedankenbilder zu einem bestehenden oder zukünftigen Projekt können auf diese Weise sofort festgehalten werden und geraten nicht wieder in Vergessenheit. Haben Sie diese Medien also stets in Reichweite oder verbreiten Sie diese innerhalb Ihrer Wohnung oder an ihrem Arbeitsplatz, um zu jeder Zeit die blitzartigen Gedanken notieren zu können. Denn tut man es nicht, können diese Gedanken auch so schnell wieder weg sein – und das wäre doch zu schade!

Neben all der Arbeit vergessen Sie nicht, sich auch die notwendigen Arbeitspausen zu gönnen. Vielen Menschen hilft es, sich in den Pausen mit kleinen Kritzeleien oder Zeichnungen abzulenken. Halten Sie also auch in Ihren Pausen diese Utensilien griffbereit.

Aber gönnen Sie sich diese Pausen. Es kann schon sein, dass manchmal ein Projekt zeitlich drängt oder man glaubt, nicht rechtzeitig mit dem Projekt fertig zu werden. Gönnen Sie sich diese Pausen aber: Sie sind nicht nur enorm wichtig, damit Sie sich entspannen, Ihre Kreativität braucht gelegentlich auch eine Pause!

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