Musik kann zu einer besseren Konzentration und Produktivität beitragen

Die letzten Wochen war es um mich etwas ruhiger geworden. Vor Weihnachten und zum Jahreswechsel hin werden immer die letzten Aufträge abgearbeitet und man stellt sich selbst auch auf ein paar freie Tage ein. Diese habe ich auch genossen und im neuen Jahr dann mit neuen Wind neue Projekte gestartet. Leider blieben mein Blog und andere eigene Projekte etwas auf der Strecke. Dies braucht es hin und wieder auch einmal, aber nun werde ich versuchen, wieder etwas regelmäßiger zu bloggen.

Was ich während des Arbeitens und Schreibens sehr gerne als Hilfe nehme, um mich zu konzentrieren, ist Musik. Ich liebe Musik und kann von ihr nicht genug bekommen. Daher läuft die Musik fortwährend, wenn ich am Schreiben bin, zu bekannten Themen recherchiere oder meinen Schreibfluss finden will. Habe ich einmal nicht die Möglichkeit, Musik zu hören, kann ich natürlich auch arbeiten, aber umso besser gehen mir Aufträge von der Hand, wenn ich währenddessen Musik hören kann. Sicherlich bin ich aber nicht die Einzige, die die Musik als einen großen Teil ihres Lebens ansieht.

Musik hören fördert Konzentration und Produktivität

Warum braucht es die Musik?

Ich brauche Musik, um mich auf eine Aufgabe voll und ganz zu konzentrieren. Habe ich einmal keine Musik laufen, kann ich leichter abgelenkt werden. Aber ist es auch die Musik, die mich wahre kreative Höhenflüge erleben lässt und beizeiten auch dafür sorgt, wie schnell ich eine Aufgabe oder einen Textauftrag erledigen kann. Vorwiegend hat es mir epische Musik angetan, wobei die Melodien verschiedene Spannungsbögen innehaben, aber kein Text gesungen wird.

Welche Wirkung übt Musik tatsächlich auf uns aus? Es ist egal, welche Art von Musik man hört – ob es nun epische Musik ist, ein Song aus den Charts oder ein Musikstück aus einer Operette ist – jedes Musikstück übt Einfluss auf unsere Stimmung und unser Gehirn aus. Mit dem Musikhören wird der Teil des Gehirns Nucleus Accumbens aktiviert, in diesem das Glückshormon Dopamin auslöst wird. Im mesolimbischen System, in der Area tegmentalis ventralis, trägt es dazu bei, das „Belohnungssystem“ unseres Gehirns in Gang zu setzen, um sozusagen mehr Motivation für etwas zu entwickeln.

Ebenso wird Dopamin freigesetzt, wenn man beispielsweise sein Lieblingsessen zu sich nimmt oder als Selbstständiger einen neuen Kunden gewinnt. Das Gleiche geschieht zum Beispiel auch, wenn man über einen neuen Lieblingssong stolpert, der dann sofort mehrmals rauf und runter gehört werden möchte. Einige Studien sagen sogar, dass man nach dem Hören von Musik, ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb eines Teams entwickelt und das sich positiv auf das Betriebsklima auswirkt. Umso produktiver ist man dann auch dabei, wenn es darum geht, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.

Musik unterstützt dabei, routinierte Arbeiten abwechslungsreich zu gestalten

Der Tag ist stets gefüllt mit routinierten Aufgaben. Einige davon erledigt man schneller, weil man diese gerne tut. Andere wiederum gehen nicht so leicht von der Hand, wie zum Beispiel die Buchhaltung oder wenn sich wieder einmal viele E-Mails angesammelt haben, die es zu lesen gilt. Musik kann hierbei helfen, diese Aufgaben schneller zu erledigen und es macht dann auch noch mehr Spaß.

Dennoch sollte man auch zur rechten Zeit auf die Pause drücken. Bei komplizierten oder neu zu erfassenden Informationen sieht es hierbei anders aus. Denn hier braucht es die volle Konzentration, die aber nicht gegeben sein kann, wenn die Musik läuft oder man gar davon abgelenkt wird, den Text eines Songs herauszuhören. Wenn ich mich beispielsweise in ein Thema einlesen muss, dass völliges Neuland für mich ist, dann bleibt die Musik natürlich aus, bis ich alle Informationen weitreichend erfassen konnte. Auch braucht es umso mehr Energie, wenn man währenddessen trotzdem Musik hört.

Wenn Sie selbst, während Ihrer Arbeit Musik hören, um Ihren Arbeitsalltag unterhaltsamer zu gestalten – und sei es auch nur das Radio –, dann schalten Sie diese trotzdem gelegentlich aus. Musik hilft vor allem dabei, bereits routinierte Vorgänge noch schneller von der Hand gehen zu lassen. Wenn Sie an etwas arbeiten, wo Sie die einzelnen Schritte bereits auswendig kennen, dann kann Musik durchaus die Produktivität erhöhen.

Bildquelle:  Fey Ilyas / Foter / CC BY-SA

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