Warum Contentplattformen die Preise kaputt machen

Preisschlacht durch Contentplattformen

Preisschlacht durch Contentplattformen © Gabi Schoenemann / pixelio.de

Viele Texter müssen, vorwiegend am Anfang, intensiv Erbsen zählen und sehr um die Preise wirtschaften. Was das Ganze erschwert, sind Plattformen wie Textbroker.de oder Content.de, um sie wirklich beim Namen zu nennen: Hier können Kunden Texte zu den verschiedensten Themen buchen, die zu enthaltenden Keywords werden in eine Briefing angegeben. Währenddessen kann über ein internes Nachrichtensystem mit dem Kunden kommuniziert werden, um weitere Details abzustimmen, sollte dies notwendig werden.

Allerdings gibt es auch die andere Seite der Medaille, wobei ein Auftrag auch Negativer ausfallen kann. Es gibt auch Auftraggeber, die, aufgrund der Anonymität, herumnörgeln, wo es nur geht und dabei unrealisierbare Vorstellungen an den Tag legen. Als Texter fragt man sich gerade dann: „Ist der einfach nur so pingelig oder will der mich ärgern?“

Als freier Mitarbeiter – egal, welcher Art – hat man es nicht immer leicht. Mancherlei Auftraggeber sieht den Texter beispielsweise nicht als Freiberufler oder Unternehmer an, sondern als jemanden, an dem man sich mal auslassen kann, wenn der Tag nicht so läuft oder aus welchem Grund auch immer …

Was die Zahlen sagen …

Was die Bezahlung betrifft, so bekommen Sie, je nachdem in welcher Sternenkategorie Sie in diesen Textagenturen eingestuft werden, zwischen 2 bis 5 Sternen. Allerdings treffen für viele Texter höchsten 4 oder 3 Sterne zu. Die höhere Kategorie ist eher seltener anzutreffen. Diese ist erst nach einer gewissen Zeit zu erlangen, wenn man sich die Mühe gemacht und unendlich viele geringpreisige Texte verfasst hat sowie eine hochwertige Textqualität hervorgebracht hat.

Doch bis man dorthin gelangt ist, vergehen viele Monate, die den Aufwand nicht rechtfertigen. Die Bezahlung der Texte in den 4- oder 3-Sterne-Kategorien liegt, im Durchschnitt, bei wenigen Euro pro Text. Weiter noch führen diese Devise auch einige private Textagenturen so fort. Texte unter 1 Cent pro Wort sind dann ebenso keine Seltenheit.

Das große Problem ist: Solange es derartige Textplattformen gibt, wird jeder nicht mehr als diesen einen Cent zahlen wollen und das auch auf privatem Wege von den Textern verlangen. Hätten die Plattformen mit 3 oder 4 Cent begonnen und würden diese generell eingehalten, würden private Dienstleister zwar noch mehr verlangen, aber mindestens IMMER und durchgängig für das Bloggen oder für das SEO Texte schreiben angemessen bezahlt werden, ohne dass große Entrüstung bei Nennung des Wortpreises folgt.

Als Texter die richtigen Auftraggeber wählen …

Wenn Sie mit Auftraggebern in Kontakt treten und Neukunden akquirieren, kommen Sie mit verschiedenen Arten in Kontakt. Darunter können auch Kunden sein, die frech werden, Arbeit nicht entlohnen oder nie mehr etwas von sich hören lassen. Oder wie bei Content.de und Co sogar die Anwälte hinterher schicken, weil man, als freie Texterin, nicht als Person wahrgenommen wird.

Ob SEO Texte, Webseitentexte, Ratgeberartikel oder bloggen: Als freie Texterin hat man zwar freie Hand beim Texte schreiben, dennoch nicht immer die Garantie freundlicher Kunden. Die „Goldstücke“ erkennt man erst nach etwas Zeit, Aufwand und gelernter Lektionen – so wie ziemlich alles im Leben. Daher ist es auch für Texter wichtig, zu selektieren.

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