Was ein fester Händedruck über Sie aussagt

Die Hand bei der Begrüßung zu geben, ist veraltet und doch noch in Gebrauch. Auch ist es mittlerweile nicht mehr überall üblich, sich die Hand zu reichen. Genauso gut kenne ich Menschen, die einen zu starken Händedruck ausüben, dass man fast die Flucht ergreifen möchte. Nicht jeder kann mit einem starken Händedruck umgehen. Andere hingegen bevorzugen einen milderen Händedruck, der nicht zu schwach, aber auch nicht zu stark ist. Hier kommt der gute Spruch des WASCHLAPPENS als Symbol hervor.

Der Händedruck

Händedruck – muss das sein?

Man kann sich darüber streiten, ob der Händedruck immer noch zum guten Ton gehört. Der Händedruck ist in manchen Gegenden seltener geworden. Weniger Hände, mehr Du-Angebote. Letzteres ist für einen neuen Geschäftskontakt oder für eine lapidare, private Bekanntschaft nicht in Ordnung. Erst, wenn man sich länger kennt. Der Händedruck ist zumeist bei wichtigen Geschäftsterminen zugegen. Man will einen guten Eindruck hinterlassen, solange der nicht zu fest Hand-in-Hand wandert.

4 Verbote: Hände weg!

Es gibt allerdings auch Situationen, in denen gänzlich auf das obligatorische Händeschütteln verzichtet wird.

  1. Bieten Sie feuchte Hände nicht an
  2. Kein Augenkontakt beim Händeschütteln
  3. Kein dominanter Händedruck (siehe oben)
  4. Händeschütteln mit beiden Händen ist nicht erlaubt

Händeschütteln schwindet. Ganzkörperumarmung kommt. Fremde Menschen umarmen – das ist nicht jedermanns Ding. Und unseriös, wenn man sich nicht kennt. Genau wie das erwähnte DU. Aber wie sagt man so schön: Das unterscheidet die Landeier vom Stadtgeborenen.

Und der erste Eindruck ist wichtig, wenn man bedenkt, dass er nur ein paar Millisekunden andauert. Außerdem ist es erwiesen, dass sich Intelligenz durch eine sanftere Art des Händedrucks zeigt. Daher hat das unauffällige Händeschütteln wohl durchaus mehr Priorität. Dabei sollte man nicht zu sehr vor seinem Gegenüber stehen und Abstand von 50cm einhalten.

Kleiner Tipp am Rand: Immer ein Handreinigungsgel oder Tücher dabei haben, falls die Hände schwitzig sind. Ansonsten gibt es noch Hinweise, dass in westlichen Ländern der Händedruck stärker ist als in östlichen Regionen. Und in manchen Kulturen, wie die Muslima zum Beispiel, ist ein Händedruck gar nicht erlaubt.

Fazit

Es lässt sich schlussendlich darüber streiten, wann der Händedruck ausgeübt werden sollte, wie stark er sein muss und welche Abstände eingehalten werden müssen. Tatsächlich ist das alles ländertypisch und es gibt kein genaues Rezept. Nur verschiedene Spekulationen. (So auch, dass schlechte Laune über den Händedruck gezeigt wird). Der perfekte Händedruck grenzt an unterschiedliche Meinungen, die zusammenpassen müssen.

Und das im wahrsten Wortsinn. Der Händedruck ist ein optisch wichtiges Signal und zählt zum ersten Eindruck. Wenn Sie richtig liegen, können Sie von Anfang an Gewinn machen. Dazu zählen aber auch gute, gewählte Worte und ein ordentliches Äußeres. Das A und O ist ein selbstbewusstes Auftreten. Denn alles ist vernichtet, wenn der Gesprächspartner sieht, dass Sie nicht hinter dem stehen, was Sie tun, weil Sie unsicher sind. So kann ein überheblicher Kooperationspartner auch schnell erkennen, dass er mit Ihnen tun kann, was er will. Und das führt niemals zu fruchtbaren Ergebnissen.

Aus dem Grund ist Menschenkenntnis wichtig, die auch mit Branchenkenntnis einhergeht. Die gewinnt man mit der Zeit. Aber mit der gesunden Portion Selbstvertrauen sollte man immer unterwegs sein. Ob privat oder geschäftlich.

Bildquelle:

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