Was macht einen guten Texter aus?

Gute Arbeit mit Leidenschaft

Gute Arbeit mit Leidenschaft © Matthew Benoit – Fotolia.com

Zunächst klingt die Frage ganz einfach, beim weiteren Überlegen ändert sich die Meinung. Denn der Laie wird leicht feststellen, dass er gar nicht weiß, was ein Texter eigentlich ist? Um die Frage zu beantworten, sollte tatsächlich eine kleine Anekdote mitten aus dem Alltagsleben eingebracht werden:

Den Texterberuf existiert seit etwa 2002 auf dem „Markt“, also knapp 10 Jahre. Unbekannt ist er immer noch, viele wissen mit dem Begriff nichts anzufangen und sind auch klischeehaft felsenfest davon überzeugt, dass hiermit niemand seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Damit müssen wir Texter leben und dennoch bekommen wir gerade dann, wenn wir richtig im Job tätig sind und einen festen Kundenstamm haben, mehr Stundenlohn (Honorar) als ein typischer Angestellter.

Es wäre auch äußerst ungünstig, wenn nicht. Mit unserem Kleinunternehmen bzw. Einzelunternehmen sind wir Chef. Und genau das ist einer der Punkte, die einen guten Texter ausmachen: Er weiß seine Worte und die Arbeit darum zu schätzen und arbeitet nicht für einen Cent pro Wort, sondern mindestens für dreimal so viel oder auch für einen festen Budgetpreis oder Stundenlohn, je nachdem um was für einen Auftrag es sich handelt.

Zwischen 1 Cent-Textern, Internet-Marketing und der Wortfindung

Es gibt immer noch sehr viele, die für „1 Cent“ schreiben und diese Unwirtschaftlichkeit spiegelt sich auch in den Texten: Denn wir können bei einer geringfügigen Bezahlung nicht eine halbe Stunde an einem kleinen Text formen.

Freie Texter sind oft gelernte Journalisten, Werbekaufleute, Marketing-Absolventen und kommen frisch von der Universität, die meisten haben Webdesign studiert, bieten das auch nebenher mit an. Andere haben Medienkommunikation oder visuelle Kommunikation studiert. Auch gibt es noch die dritte Gruppe, der Quereinsteiger, die sich aus Leidenschaft für den Texterberuf entschieden haben, aber auch über diverse Fortbildungen in dieser Tätigkeit schulen.

Das zeigt auf, dass der Texter zwar kein Ausbildungsberuf an sich ist, aber viele Facetten beinhaltet, die es ermöglichen, sich genau darin zu spezialisieren. Weiter noch bringt das „Computerzeitalter“ neue Jobs in Mengen hervor, die sich in die genannten Bereich ansiedeln, aber auch Platz schaffen für weitere Ideen und Kreative.

Gute Texter kennen die Macht der Worte, setzen sie richtig ein, machen keine grammatischen Fehler, schreiben schnell in Blindschrift und termingerecht und wissen natürlich mit einem Briefing etwas anzufangen. Eine freie Texterin schreckt bei Worten wie „Meta Description, Subtitle, Title, Headline, Keywords …“ nicht zurück, sondern freundet sich harmonisch mit den Worten an, setzt sie ein. Ein gelernter Texter versucht nicht nur, seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen, sondern will vor allem ein Produkt verkaufen. Texter sind Designer für Worte, Künstler, Geschichtenerfinder, für Werbung zierende Darsteller.

Die Zielgruppe richtig anzusprechen und zum Weiterlesen anzuregen braucht es gute Schreibhändchen

Um nicht zu sehr blockiert zu werden, gilt es dennoch die eigenen Worte nicht zu wichtig zu nehmen, denn wer ständig überlegt, wie es passen könnte, vergisst das Wichtigste in kreativen Berufen: Die freie Entfaltung. Ein gut geschriebener Text, geliefert von der freien Texterin, muss so geschrieben sein, dass der Empfänger ihn gegen sein gut verdientes Geld eintauscht. Denn wenn der Euro nicht rollt, sterben FREIE generell aus, wie die Eisbären in Alaska.

Der Austausch mit Kollegen, eine Texter–Ausbildung und Gefühl für Sprache zählen ebenfalls zu den besonderen Praktiken, die ein Texter mitbringen muss.

Fazit

Mit einem Text müssen Zeitgeist und Trend getroffen werden, die jeweilige Zielgruppe sollte angesprochen werden, die beim Lesen bis zum Ziel durchhält, ansonsten zeigt der Artikel nur Bronze–Wirkung. Und wie Sie sicherlich wissen: Mit dem dritten Platz gewinnt man nicht wirklich eine Medaille und keinen guten Preis im wahrsten WORT–Sinn.

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