Zum Verhandeln hat ein Texter keine Zeit

oder: Ein bisschen Zynismus muss manchmal sein

Verhandeln kostet den Texter Zeit

Verhandeln kostet den Texter Zeit © Juergen Jotzo / pixelio.de

Texter wollen schreiben und Geld mit Worten verdienen. Da können sie nicht noch verhandeln über den tief sinkenden Preis oder darüber, dass sie plötzlich einen Schreibstil entwickeln sollen, als wären sie jemand anderer.

Verhandlungen gipfeln auch darin, dass so mancher Kunde nicht mehr weiß, was er vereinbart hatte. Und plötzlich ist aus der Entscheidung, dass Sie als Texter drei Beiträge schreiben oder einen Vertrag bekommen sollen und sich am Ende für die Vertragsvariante entscheiden, Folgendes geworden: Sie sollen mal schön den ganzen Vertrag ausarbeiten. Da komme ich mir als freie Texterin an der Nase herumgeführt vor und weiß für die Zukunft, dass ich demnächst einfach nicht mehr verhandeln werde. Denn Zeit ist Geld.

Was ist ein Texter?

Mir passiert es oft, dass mich die Menschen stirnrunzelnd „angucken“ und für illegal halten – ja, das auch manchmal. Weil ein Texter angeblich nur Sportberichte fürs Käseblatt schreibt oder sich so nennt, weil es ihm peinlich ist, Hartz–IV-Bezüge zuzugeben und er gar nicht so viel verdienen darf, wie er angibt – das ginge ja nicht. Schließlich arbeitet er ja frei und rennt während der Arbeitszeit auch mal kurz ins Supermarktregal, wenn der Kaffee alle ist.

Nun, dass wir Texter, wenn wir denn unsere Preise durchsetzen und auch schnell und vielwissend schreiben, mehr auf dem Tellerchen haben als die Verkäuferin im Supermarkt, wissen wenige. Denn der Verkauf von Texten bringt tatsächlich mehr ein, als das Scannen vom Müsli. Andersherum diskriminiere ich aber nicht die Verkäuferin. Was ich sagen will: Wenn wir mit Worten Geld verdienen wollen und das langfristig und jeden Monat alles damit finanzieren wollen, müssen wir Verhandlungsgeschick lernen und einsetzen, und zwar so, dass die Kunden nicht nörgeln oder noch dieses und jenes haben wollen. Denn ich bin als Texterin auch Dienstleisterin.

Webtexte, Produktbeschreibungen und Flyerbetextung sowie Anzeigen und Broschüren – all das fällt in unser Genre. Nun stellen Sie sich vor, wir müssten dazu jedes Mal einen Vertrag oder eine Vereinbarung ausarbeiten oder dem Handwerker, der neue Buchstaben fürs Web braucht, unseren Job erklären: Da könnten wir eine Verwaltungshilfe einstellen, aber auch die müsste bezahlt werden. Deshalb ist die Marketingkommunikation so wichtig: direkt, gezielt, getroffen.

Konzeptioner und Texter

Einige Texter leisten mehr, andere weniger: Sie konzipieren die ganzen Webseiten, programmieren und designen, setzen die Worte bei Google. Da kann ich froh sein, nur einige Blogs zu betreiben, zu texten und ein bisschen Online Marketing zu betreiben, denn die Zeit hat auch einen Feierabend. Allerdings ist der Hamster im Moment ziemlich oft zu Besuch mit seinem Rad. Denn wenn der Sommer auch endlich mal bleibt, soll es in den Urlaub gehen. Und deshalb ist Verhandlungszeit keine wertvolle Zeit. Es sei denn, Sie haben einen Kunden, der gute Referenz bringt und den entsprechenden Umsatz. Aber ganz ehrlich: Aus meiner Erfahrung heraus müssen Sie mit genau der Sparte nie verhandeln!

Und leider sind Kunden teilweise Schafe oder Hohepriester, die meinen, sie seien der absolute Kaiser, nicht König und wollen Ihnen nichts recht machen. Sie wissen alles besser, wollen kaum zahlen und am Ende schreiben sie sogar manchmal selbst. Denn bevor sich die Verhandlungszeit unnötig in die Länge zieht, hat es ein Ende, bevor die Schnur kommt.

Deshalb: Texte und Strategien für die Wirkung mit Schuss können Sie bei mir bekommen. Ich weiß, wie es geht, auch ohne lange Vorgespräche! Und – bin nur einen Klick entfernt! 😉

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